Monthly Archives: September 2019

Mode mit Lipödem

By Tina Schwarz | Lipödem

Tina Schwarz

Mode mit Lipödem

Aus meiner Sicht ist das ein sehr wichtiger Punkt und vor allem ganz zu Beginn der Diagnose Lip- und/oder Lymphödem definitiv für viele Frauen ein ernstes Thema. Ich würde lügen, wenn das bei mir nicht so gewesen wäre. Natürlich macht FRAU sich Gedanken, wie die Zukunft so aussehen mag, wenn sie tagtäglich eine Kompression tragen muss. 

Als ich die Diagnose bekam, dachte ich immer, dass sind so „sexy“ beigefarbene Strümpfe, wie sie meine, weit über 80-jährige, Omi immer tragen musste, weil sie des Alters wegen mit den Beinen, vor allem Venen, Probleme hatte.

Zum damaligen Zeitpunkt meiner Diagnose hat mir keiner gesagt, dass es diese Kompressions-Versorgungen auch in tollen Farben und mittlerweile sogar Mustern gibt. Manche Hersteller bieten sogar Kompressionen mit Glitzer bzw. Strass-Steinchen an. 
Mir war nicht bekannt, dass es sogar Farbverläufe gibt, dass es möglich war die Kompressions-Versorgung als zweiteilige Anfertigungen zu erhalten, auf Wunsch sogar mit Reisverschluss und dass genau diese Anfertigungen, je nach Körperform, Alter und Ausprägung, eine großartige Erleichterung für viele Betroffene bedeutet.

Meine erste Kompressionsversorgung

Meine erste Kompressions-versorgung

Ich kann mich noch gut an meine erste Kompression erinnern. Sie war  einfach schwarz, ganz schlicht und unspektakulär. Eine flachgestrickte Strumpfhose, die vorne offen war, d.h. meine Zehen durften frei sein. Sah witzig aus und war zunächst echt gewöhnungsbedürftig, nicht nur optisch!

Ganz ehrlich… als ich ins Sanitätshaus kam, um meine erste Versorgung anzuprobieren musste ich lachen, als die liebe Dame, die mich damals vermessen hat, mir die Strumpfhose zeigte. 

Da soll ich reinpassen? Nie im Leben! Die Hose war so groß, dass sie vielleicht einem kleinen Mädchen mit Größe 176 passen könnte, aber doch nicht mir! !

Ich hatte damals übrigens Hosengröße 44/46 und nicht nur sehr umfangreiche Oberschenkel, sondern auch einen echt großen Hintern, der da mit Sicherheit keinen Platz drin finden würde! 

Tja… Pustekuchen, die Dame vom Sanitätshaus verhalf mir tatsächlich in die Strumpfhose hinein. Irgendwie schafften wir es, mit vereinten Kräften, mich in dieses „Höschen“ zu quetschen. Schweissgebadet und total geschafft betrachtete ich mich dann im Spiegel. Der erste Eindruck - erstaunlich gut! Ich fühlte mich echt wohl, vor allem gut verpackt. 

Ganz nach dem Motto: „Sitzt, passt, nichts wackelt und nichts hat mehr Luft!“ wurde ich dann erst einmal nach Hause entlassen.

...weiterlesen